Diskrete Mathematik
| Term | Definition |
|---|---|
| Aussage | Feststellender Satz, dem eindeutig “wahr” oder “falsch” zugeordnet werden kann. Symbole wie werden dafür verwendet |
| Aussagenlogische Form | Kombination von Aussagen, verknüpft durch Junktoren |
| Aussageform | Aussagen verknüpft mit Variablen |
| Normalform | Standartisierte Aussagenlogische Formen (Formeln) |
| Negationsnormalform | steht ausschliesslich direkt vor Aussagen oder Konstanten |
| Verallgemeinerte Disjunktion |
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| Verallgemeinerte Konjunktion |
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| Disjunktive Normalform | Disjunktion von (oder eine einzelne) verallgemeinerten Konjunktionen Beispiel: |
| Konjunktive Normalform | Konjunktion von (oder eine einzelne) verallgemeinerten Disjunktionen Beispiel: |
| Kontradiktion | Immer falsch |
| Tautologie | Immer wahr |
| Junktoren (/Konnektoren) | Negation Konjunktion Disjunktion (einschliessliches oder!) Implikation Äquivalenz |
| Bindungsstärke | vor vor |
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| Term | Definition |
|---|---|
| Abtrennungsregel | |
| Kommutativität | |
| Assoziativität | |
| Distributivität | |
| Absorption | |
| Idempotenz | |
| Doppelte Negation | |
| Konstanten | |
| de Morgan |
| Term | Definition |
|---|---|
| Subjekt | “Konkretes Ding” / Stellvertreter einer Variable |
| Prädikat | “Eigenschaft”, zB “ist eine Primzahl” Prädikate werden oft wie Funktionen geschrieben. Ist ein Prädikat, dann bedeutet , dass das Prädikat erfüllt. ist eine Aussageform. |
| Quantor | Allquantor (Für alle) Existenzquantor (Es existiert) |
- Direkter Beweis
- Dfferenz gleich Null
- Äquivalenzumformung
- Dritte Grösse (vereinfachen)
| Term | Definition |
|---|---|
| Folge | Nummerierte Liste von Objekten (Folgegliedern) |
| Reihe | Summe von Folgegliedern einer Zahlenfolge |
| Term | Definition |
|---|---|
| Aufzählend | |
| Beschreibend | |
| Mächtigkeit | Anzahl Elemente einer Menge |
| Potenzmenge | Menge aller Teilmengen einer Menge |
| Teilermenge | Menge der Teiler der Zahl |
| Kartesisches Produkt |
| Für die Mengen A und B in der Obermenge M gelten die folgenden Aussagen: | Weiteres: | ||
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| Term | Definition |
|---|---|
| Funktion/Abbildung | Zuordnung, die jedem Elemend der Definitionsmenge genau ein Element einer Zielmenge zuordnet. Injektive Relation Abbildungen mit mehreren Argumenten: , |
| Graph | Menge von Paaren |
| Relation |
Teilmenge des Kartesischen Produktes mehrerer Mengen
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| Surjektiv | Alle Elemente der Definitions- und Zielmenge sind “verknüpft” / jedes Element der Bildmenge kommt als Bild vor |
| Injektiv | Alle Inputs haben eindeutige Outputs |
| Bijektiv | Surjektiv und Injektiv |
| Reflexiv | Alle Elemente von A stehen zu sich selbst in Beziehung |
| Symmetrisch | |
| Transitiv | |
| Äquivalenzrelation | reflexiv, symmetrisch und transitiv |
| Irreflexiv | |
| Asymmetrisch | |
| Antisymmetrisch | |
| Ordnungsrelation | reflexiv, antisymmetrisch und transitiv |
| Symmetrische Differenz |
Die Modulo-Relation ist eine Äquivalenzrelation auf .
| Term | Definition |
|---|---|
| Teiler-Relation | Für ist die Teiler-Relation Ordnungsrelation auf |
| Modulo-Relation | Für ist die Modulo-Relation |
| “relates to” | |
| Quotient, Rest | Zu jeder Zahl und jeder Zahl gibt es eindeutig bestimmte Zahlen mit Bsp: heisst Quotient heisst Rest |
| Restklassen | |
| Multiplikatives Inverses | Für ist das multiplikative inverse von a, wenn |
| Nullteiler | Wenn für und , heissen Nullteiler |
| Term | Definition |
|---|---|
| Teilerfremd | Zwei Zahlen heissen Teilerfremd, wenn Sei eine Primzahl und dann ist |
Seien
Initialisierung: Setze und (d.h. bestimme q und r so, dass ist)
Wiederhole bis ist
Ergebnis:
Seien
Initialisierung: Setze (d.h. bestimme q und r so, dass ist)
Wiederhole bis ist
Ergebnis:
Wenn ist, dann folgt:
| Sei eine Primzahl und mit Dann ist: Daraus folgend: |
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Sei und mit . Dann ist .
Sei und .
Dann heisst :
- Sei eine Primzahl, dann
- Sei eine Primzahl und , dann
- Seien und , dann
- Wähle 2 Primzahlen
- Berechne
- Berechne
- Wähle so, dass
- Vergesse . Brauchen wir nicht und riskieren nur, dass uns jemand hackt
Public key ist nun , Private key ist
Verschlüsseln:
Entschlüsseln:
Sidenote: Fürs Alphabet muss grösser sein als
| Term | Definition |
|---|---|
| Homogenes LGS | |
| Inhomogenes LGS | |
| Lineare Abbildung | ist injektiv |
| Kern | Lösungsmenge des Homogenen LGS = |
| 1 | 1 | 1 | −6 | ||
| 1 | 2 | 3 | −10 | ||
| 2 | 3 | 6 | −18 | ||
| 1 | 1 | 1 | −6 | ||
| 0 | 1 | 2 | −4 | ||
| 0 | 1 | 4 | −6 | ||
| 1 | 1 | 1 | −6 | ||
| 0 | 1 | 2 | −4 | ||
| 0 | 0 | 2 | −2 | ||
| 1 | 1 | 1 | −6 | ||
| 0 | 1 | 2 | −4 | ||
| 0 | 0 | 1 | −1 | ||
Koeffizientenmatrix
| 1 | 1 | 0 | −5 | ||
| 0 | 1 | 0 | −2 | ||
| 0 | 0 | 1 | −1 | ||
| 1 | 0 | 0 | −3 | ||
| 0 | 1 | 0 | −2 | ||
| 0 | 0 | 1 | −1 | ||
Ergebnisvektor Lösungsvektor Lineares Gleichungssystem
= Anzahl Pivot-Variablen.
Wenn dann ist das LGS lösbar (homogenes Gleichungssystem), sonst unlösbar.
Wenn dann hat LGS genau eine Lösung.
Wenn dann hat LGS unendlich viele Lösungen.
| Term | Definition |
|---|---|
| Vektor | Liste von Zahlen |
| Nullvektor | |
| Ortsvektor | Ortsvektor vom Nullpunkt des Koordinatensystems zum Punkt |
| Richtungsvektor |
Richtungsektor vom Punkt zum Punkt ist |
| Linearkombination | Linearkombination der Variabeln (Bsp. ). Vektoren werden jeweils mit einer Zahl mutlipliziert und miteinander summiert |
| Lineare Unabhängigkeit |
heissen linear unabhängig, wenn die Gleichung |
| Skalarprodukt |
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| Betrag/Länge eines Vektors |
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Addition:
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Multiplikation mit reellen Zahlen (=Skalare):
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Falls die Vektoren senkrecht zueinanderstehen, ist das Skalarprodukt gleich 0
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Anti-kommutativ: . Konsequenz:
Distributiv:
Gemischt-assoziativ:
Das Kreuzprodukt ist nicht assoziativ. darf man nicht!
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steht immer senkrecht auf und auf . bilden ein Rechtssystem Flächeninhalt des durch und aufgespannten Parallelogramms |
Ein Vektorraum ist eine Menge mit den Rechenoperationen:
Mit den Eigenschaften:
-
Vektoraddition:
- Assoziativgesetz:
- Existenz eines neutralen Elements mit
- Existenz eines zu inversen Elements mit
- Kommutativgesetz:
-
Skalarmultiplikation:
- für das Einselement des Skalarkörpers
Gelten diese Eigenschaften für die Teilmenge eines grösseren Vektorraums , so nennt man Untervektorraum von . Heisst: Man hat nur dann einen Untervektorraum , wenn die Produkte der Multiplikation oder Addition der Elemente dieses Raumes auch in liegen. Untervektorräume sind also unendliche Räume mit n Dimensionen weniger, zB = 3-Dimensionaler Vektorraum, = 2-Dimensionaler Untervektorraum.
Kern von ist ein Untervektorraum von .
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Eine Lineare Abbildung ist eine Funktion
mit den Eigenschaften
Für jede lineare Abbildung gibt es eine (Abbildungs) Matrix mit der Eigenschaft, dass
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| Term | Definition |
|---|---|
| Spaltenvektoren | Spalten der Matrix als Vektoren |
| Zeilenvektoren | Zeilen der Matrix als Vektoren |
| Rang | Wieviele Spaltenvektoren einer Matrix linear unabhängig sind |
| Nullmatrix | |
| Quadratische Matrix | Gleichviele Zeichen und Spalten |
| Diagonalmatrix | (immer quadratisch und symmetrisch): |
| Einheitsmatrix | (immer diagonal): |
| Symmetrische Matrix | (immer quadratisch): |
| Obere Dreiecksmatrix | |
| Kovarianzmatrix | immer symmetrisch |
| Reguläre Matrix | Quadratische Matrix mit höchstem Rang (Rang = Anzahl Spalten/Reihen) |
| Singuläre Matrix | Quadratische Matrix mit kleinerem Rang (Rang < Anzahl Spalten/Reihen) |
| Invertierbare Matrix | Für heisst invertierbar, wenn es eine Matrix gibt, so dass . Dies ist der Fall, wenn Regulär ist. |
Matrix mit 2 Zeilen und 3 Spalten
Komponenten von :
: Zeilenindex, : Spaltenindex. Bsp:
ist ein 6-Dimensionaler VR (Vektorraum)
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Zu gehörige Zeilenvektore
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Zu gehörige Spaltenvektore
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| Transponierte Matrix wäre: Rolle von Zeile und Spalte vertauscht: |
Meistens nicht kommutativ ()
muss genau gleich viele Zeilen haben wie Spalten
Determinante einer quadratischen Matrix ist eine reelle Zahl
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Definition der Determinante:
Definition über Eigenschaften:
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wenn M 2 nicht linear unabhängige Zeilen hat. Heisst: Transformierte Vektoren auch linear abhängig.
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Weitere Eigenschaften:
- Die Determinante wechselt beim Vertauschen von Zeilen ihr Vorzeichen
- Wenn wir zu einer Zeile einer Matrix ein Vielfaches einer anderen Zeile dazuzählen, ändert die Determinante ihren Wert nicht
Weiteres:
Volumen eines Spats =
Volumen = Grundfläche Höhe
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Determinante im 2D-Raum sagt aus, wie stark eine Fläche auf dem Koordinatensystem skaliert wird sobald durch die Matrix transformiert. Beispiel: bedeutet, dass die Fläche vervierfacht wird.
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Gegeben:
heisst Eigenvektor zum Eigenwert
Gegeben: Matrix
Ein Vektor heisst Eigenvektor zum Eigenvenwert , wenn ist.
Wenn gegeben ist, ist das ein homogenes lineares Gleichungssystem in . Davon suchen wir nicht-triviale Lösungen ().
heisst Eigenwert von ist singulär
Wenn , dann ist ein Polynom von Grad . (Charakteristisches Polynom). Eigenwerte sind Nullstellen des charakteristischen Polynoms.
Nullstelle des char. Polynoms
Eigenwerte von sind und
Für diese Zahlen ist die Matrix singulär, d.h. die Gleichung hat nicht-triviale Lösungen. Diese heissen Eigenvektoren.
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||||||||||||||||||
| Matrizen haben Rang von 1 | |||||||||||||||||||
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Für alle ist ein Eigenvektor zum Eigenwert |
ist ein Eigenvektor zum Eigenwert . |
||||||||||||||||||
heisst diagonalisierbar, wenn es eine invertierbare Matrix gibt, so dass ( ist eine Diagonalmatrix )
Wenn diagonalisierbar ist, dann sind die Spalten von linear unabhängige Eigenvektoren, also eine Basis von , die nur aus Eigenvektoren von besteht.
Das umgekehrte gilt auch. Das erlaubt uns, zu konstruieren.
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Aus Koordinatenform umwandeln: Richtungsvektor steht senkrecht zum Normalenvektor
Aus Parameterform umwandeln:
|
Aus Koordinatenform umwandeln ( bleibt gleich):
= Abstand der Geraden vom Ursprung.
Abstand von Punkt zur Geraden
Aus Parameterform umwandeln ( bleibt gleich):
Aus Normalenform umwandeln (ausmultiplizieren):
Aus Koordinatenform umwandeln:
Aus Normalenform umwandeln:
Abstand von Punkt zur Ebene
Abstand von Punkt zur Ebene
Gegeben:
Diagonale
Fläche
Gegeben:
Note:
Multiplikationstabelle?
Können nicht Teilerfremd zu sein.
Multiplikationstabelle?
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Unlösbar | ||||||||||||||||||||
|
|
||||||||||||||||||||
Wahrheitstafel. Für konjunktive Normalform zuerst disjunktive erstellen, danach negieren und umformen. Beispiel:
Kleiner Fermat:
Satz von Euler:
Falls gibt kein mult. Inv. Ansonsten: Euklidscher Algorithmus.
Beispiel:
| x | y | q | r | u | s | v | t |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 32 | 21 | 1 | 11 | 1 | 0 | 0 | 1 |
| 21 | 11 | 1 | 10 | 1 | −1 | ||
| 11 | 10 | 1 | 1 | −1 | 2 | ||
| 10 | 1 | 10 | 0 | 2 | −3 |
Beispiel:
gibt kein mult. Inv.
Gegeben:
Welche Gerade liegt näher an Punkt :
| Hessesche Normalenform |
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| Abstand |
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| Hessesche Normalenform |
|
| Abstand |
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Wo schneiden sich die Geraden: Koordinatengleichung
Für welche Gerade liegt auf derselben Seite wie der Ursprung: Ursprung in HNF einsetzen
| Abstand |
|
| Abstand |
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Schnittpunkt mit x-Achse berechnen:
X-Achse einsetzen:
Schnittpunkt zweier Geraden berechnen:
Einen der Parameter berechnen:
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Einsetzen:
Gegeben: Punkte
Ebene verläuft durch oben genannte Punkte. Gib sie in Parameterform unter Verwendung des Ortsvektors zum Punkt als Stützvektor an:
Hessesche Normalenform der Ebene :
Abstand des Punktes von der Ebene :
Für welchen Wert von liegt auf der Ebene :
Befindet sich Punkt auf derselben Seite wie der Ursprung: Ja, falls Abstand von und Abstand von gleiches Vorzeichen haben
Steht der Vektor senkrecht auf der Ebene: Ja, falls vielfaches vom Normalenvektor
Gegeben:
Abstand:
Gegeben:
Punkt wählen:
Normalenvektor der Ebene finden:
einsetzen:
Abstand:
Gegeben:
Vereinfachte Normalenform:
Vereinfachte Normalenform mit eingesetzt:
Hessesche Normalenform:
Gegeben:
Zahlen angeben, die als Schlüssel infrage kommen: Teilerfremd zu
Zum Schlüssel den Schlüssel berechnen: Euklidscher Algorithmus mit
Mit dem Schlüssel die Zahl ent- / verschlüsseln:
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Falls teilerfremd zu : Multiplikationstabelle mit Fremdteilern zu erstellen. Beispiel:
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